Kriegsverbrechern auf der Spur

geschrieben von Axel Holz

19. Oktober 2017

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„Schuld, die nicht vergeht“ – unter diesem Titel erschien Anfang Oktober 2017 ein Buch des Staatsanwalts und langjährigen Leiters der zentralen Stelle der Landesjustizanstalten zur Aufklärung von NS-Verbrechen, Kurt Schrimm. Von 2000 bis 2015 war der 68-jährige Jurist Leiter dieser Untersuchungseinrichtung zur Aufklärung von Nazi-Kriegsverbrechen und hatte zuvor bereits als Staatsanwalt in Stuttgart bei der Verfolgung von Nazi-Tätern Erfahrungen gesammelt. Die Verurteilung von Josef Schwamberger, Alois Götze und John Demjanjuk waren seine größten Erfolge. Über 48 Seiten beschreibt er auch seine größten Misserfolge, bei denen Naziverbrecher aus unterschiedlichsten rechtlichen Gründen nicht verurteilt wurden. Das Buch ist ein spannendes Stück Zeitgeschichte, ein Plädoyer gegen das Vergessen und gegen jede Schlussstrichmentalität gegenüber den Nazi-Verbrechen. Der Autor hat sich über dreißig Jahren sein halbes Leben der Aufgabe gewidmet, die Nazi-Täter ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, sie aufzuspüren und zur Verantwortung zu ziehen. Er recherchierte dafür weltweit in Archiven, sprach mit den meisten Zeugen auf verschiedenen Kontinenten persönlich und ging vor allem in Südamerika und Osteuropa Hinweisen nach, wohin sich zahlreiche Kriegsverbrecher abgesetzt hatten oder versteckt hielten. In seiner Amtszeit hat Kurt Schrimm auch die kleinen Rädchen in den Fokus genommen, ohne die das Mordgetriebe nicht funktioniert hätte. Denn nach dem Nürnberger Prozess und den Nachfolgeprozessen wurde die große Masse der NS-Täter  von der Justiz nicht zur Rechenschaft gezogen, floh aus der Haft, wurde begnadigt, konnte untertauchen oder lebte unauffällig weiter. Bei der Aufklärung von Organisationsverbrechen hat der Jurist Neuland betreten und musste sich dabei Kenntnisse über Befehlswege und Organisationsstrukturen, über politische und soziologische Hintergründe verschaffen. Keiner der Täter, die er angeklagt hatte, hat seine Taten je bereut. Manch smart wirkenden Mitbürger brachte Kurt Schrimm aber mit dessen Kriegsverbrechen heftig in Bedrängnis. Erstmals durchbrach er im Demjanjuk-Prozess 1998 das juristische Diktum, dass auch Nazi-Verbrechern die persönliche Mordbeteiligung in Vernichtungslagern nachgewiesen werden musste. So existierte zwar eine Liste von 6.000 KZ-Aufsehern, die den Betrieb des  Vernichtungslager Auschwitz organisierten, aber kaum einer von ihnen wurde dafür zur Verantwortung gezogen. Allen Beteiligten musste aber klar sein, dass der alleinige Sinn dieser Lager die Vernichtung von Menschen war. Mit dieser juristischen Position wurden nun Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit neu bewertet. Alle anderen grausamen Taten der SS-Leute, Wehrmachtsangehörigen und Hilfstruppen, einschließlich des Totschlags, waren ohnehin seit 1965 juristisch verjährt. Für seine Arbeit habe Schrimm die Begegnung mit einer 72-Jährigen Jüdin in New York geprägt, deren elf Geschwister und Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Sie habe vierzig Jahre auf den Tag gewartet, dass ein Vertreter des deutschen Staates sich dafür interessiert, was in jenen Tagen geschah.

Die juristischen Hindernisse, mit denen der Autor die Nichtverurteilung vieler gefasster Täter begründet, sind der individuelle Mordnachweis, das Verbot der Doppelbestrafung nach einer bereits erfolgten Verurteilung durch die Alliierten durch einen Überleitungsvertrag, die Beschränkung auf die Untersuchung der zuständigen Staatsanwaltschaften ausschließlich am Wohn- oder Tatort, die Nichtverfolgung im Ausland, die Nichtauslieferung deutscher Kriegsverbrecher an Gerichte im Ausland, die Verjährung von Kriegsverbrechen, die Beurteilung der Naziverbrechen nach dem Maßstab der Nichteinhaltung vorhandener Nazigesetze usw. Nur wenige Rechtshindernisse zur Verfolgung von Kriegsverbrechern wurden ausgeräumt, wie die Einführung der Nichtverjährung für Mord ab 1965 und die Gründung der zentralen Ermittlungsstelle der Länder zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in Ludwigsburg, die nun zentral ermitteln aber nicht selbständig anklagen konnte. Schließlich wird auch die fehlende Zusammenarbeit ausländischer Staaten mit der BRD bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern genannt. Die Zusammenarbeit mit der polnischen Justiz sei diesbezüglich eine seltene Ausnahme. Die juristische Hilfestellung der DDR sei Anfang der 60er Jahre nicht angenommen worden und spätere Hilfegesuche an die DDR seien nicht beantwortet worden. Auch die Akten der United Nations War Crimes Commission (UNWCC) gegen 34.270 Deutsche und weitere Verdächtige seien der deutschen Justiz nicht zugänglich gewesen. Es stellt sich die Frage, wer politisch dafür verantwortlich ist, dass die vielen Rechtshindernisse zur Verfolgung von Kriegsverbrechern in der BRD nicht beseitigt wurden, um deren effektive Verfolgung zu ermöglichen. Über diese politische Verantwortlichkeit spricht der Autor nicht, auch nicht über die Verantwortung der Juristen, Staatsanwaltschaften und Experten, mit diesem Wissen die Öffentlichkeit, die Presse und die Politik zu konfrontieren. Kurt Schrimm bedauert, dass eine effektive und systematische Ermittlung gegen Kriegsverbrecher erst ab 1958 mit der Errichtung der Zentralstelle in Ludwigsburg möglich wurde. Eine Erklärung, warum dies erst so spät erfolgte, hat auch er nicht. Nach jüngsten Forschungen, auf die der Autor verweist, wurden von deutschen Gerichten seit 1945 36.395 Ermittlungsverfahren wegen NS-Verbrechen gegen 172.294 Personen geführt, von denen 16.740 angeklagt und 6.656 verurteilt wurden. In der DDR gab es bis 1965 12.807 Verurteilungen von Nazi- und Kriegsverbrechern. Selbst in Österreich, dessen rechtsstaatliche Prozessführung kaum in Frage gestellt werden kann, wurden bis 1955 13.607 Personen wegen Kriegsverbrechens verurteilt, wie Schrimm recherchiert. Im Verhältnis zur Bevölkerung wurden damit in Österreich etwa 16 Mal so viele Kriegsverbrecher verurteilt wie in der BRD. Warum war das wohl so? Vielleicht , weil es in Österreich gegen innere Widerstände einen übergreifenden politischen Willen der demokratischen Kräften zur Verfolgung von Kriegsverbrechen gab.

Stralsund: Veranstaltung „Rechts der Oder – Was ist bei unseren Nachbarn los?“

9. Oktober 2017

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In der letzten Oktoberwoche wird der Journalist Reinhard Lauterbach in Stralsund zu Gast sein. Reinhard Lauterbach ist ein sehr guter Kenner der politischen und kulturellen Traditionen, aber auch der aktuellen Situation in unseren östlichen Nachbarländern bekannt.

Der VVN-BdA Stralsund ist es gelungen, Reinhard Lauterbach als Referenten zu gewinnen. Unter dem Motto „Rechts der Oder – Was ist bei unseren Nachbarn los?“ wird er am 27.10.2017, 17.00 Uhr nach Stralsund, ins ASB, Maxim-Gorki-Straße 26 kommen.

Der Eintritt ist kostenfrei.

KZ-Gedenkstätten befürchten schweren Schaden für die Erinnerungskultur

geschrieben von Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland - Der Sprecher Dr. Detlef Garbe, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

30. September 2017

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Vor dem Hintergrund von Meldungen zur Frage eines möglichen AfD-Vorsitzes im Kulturausschuss unterstützt die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten, in der die Leiterinnen und Leiter der vom Bund institutionell geförderten Gedenkstätten Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Mittelbau-Dora, Neuengamme, Ravensbrück und Sachsenhausen zusammengeschlossen sind, die parteiübergreifende Initiative von Kulturschaffenden, die sich mit einem „Offenen Brief– Für Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur!“ an den Ältestenrat
des Bundestages gewandt haben (www.kulturausschuss-schuetzen.de) Die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten teilt die Sorge, dass bei Übernahme des Vorsitzes im Ausschuss für Kultur und Medien durch einen Vertreter der AfD-Fraktion im In- und Ausland beträchtlicher Schaden für die in einem langen Prozess der gesellschaftlichen Verständigung entwickelte bundesdeutsche Erinnerungskultur droht. Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen ist ein unverzichtbarer Bestandteil des demokratischen Selbstverständnisses der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird von maßgeblichen Funktionsträgern der AfD infrage gestellt. Es darf nicht zugelassen werden, dass die parlamentarische Stimme bundesdeutscher Kulturpolitik in den Händen jener liegt, die eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ fordern, sich zum Stolz auf „die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ bekennen und erklären, dass man den Deutschen „diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten“ müsse. Die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten fordert deshalb die Fraktionen im Deutschen Bundestag, die sich der Freiheit der Kultur und dem Gedenken an die Opfer des NS-Regimes verpflichtet wissen, dazu auf, durch die Geltendmachung ihrer Zugriffsrechte die Übernahme des Ausschussvorsitzes durch die AfD-Fraktion zu verhindern.

Berlin, den 29. September 2017

Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück
Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Buchenwald-Dora
Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten
Geschäftsführung:
Dr. Thomas Lutz, Gedenkstättenreferat
Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Tel.: 030-254509-15; lutz@topographie.de

Erklärung der FIR zur drohenden Gefahr eines Krieges

31. August 2017

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Die FIR warnt dringend vor einer weiteren Eskalation der militärischen Spannungen in Asien und Lateinamerika seitens der US-Regierung

Mit großer Sorge verfolgt die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten die zunehmende Drohung mit militärischer Gewalt im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea. Sichtbare Zeichen sind dafür nicht nur Waffentests, sondern die steigenden Zahlen von Militärmanövern in der Region um Korea. Wir missbilligen ausdrücklich die Manöver der USA, Südkoreas und Japans in diesem Gebiet ebenso wie die militärische Präsenz von mehr als 28.000 US-Soldaten im Süden der koreanischen Halbinsel. Die Aufstellung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea stellt eine weitere Eskalationsstufe in der Bedrohungsstrategie dar und zielt auf die Fähigkeit zum Erstschlag, die sich auch gegen die Sicherheit der VR China richtet.
Begründet wird dies mit dem nordkoreanischen „Nuklearprogramm“, das auch durch die Vereinten Nationen abgelehnt wird. Als Teil der Friedensbewegung tritt die FIR selbstverständlich ein für eine weltweite Abschaffung aller Nuklearwaffen. Dies setzt aber für alle beteiligten Staaten voraus, dass sie sich nicht durch die atomare Bedrohung durch andere Staaten selber zur Aufrüstung gedrängt sehen. Wir unterstützen und fordern daher die friedliche Beilegung der Streitigkeiten zwischen den USA und Nordkorea sowie die Ersetzung der Waffenstillstandsvereinbarung von 1953 durch ein umfassendes Friedensabkommen zwischen beiden Seiten.

Wir erinnern an die verheerenden Folgen der Atombombenabwürfe vor 72 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki. Das verbietet jegliche Überlegungen einer nuklearen Erstschlag-Strategie, wie sie aktuell vom US-Präsidenten propagiert wird. Eine Eskalation in Worten und – wie es scheint – auch in Taten zur Durchsetzung der geopolitischen Hegemonie der USA im pazifischen Raum muss gestoppt werden. Offenbar scheint nur militärisches Handeln eine Option für die gegenwärtige US-Administration zu sein. So wurde ebenfalls der Regierung in Venezuela, die gegen innenpolitische Destabilisierung kämpft, mit militärischem Einsatz gedroht.
Wir fordern die politischen Mächte der Welt auf, ihren Einfluss auf alle Beteiligten gelten zu machen, dass auf jegliche militärische Drohung verzichtet wird und der Weg für diplomatische Lösungen gesucht wird. Dazu gehört auch eine Demilitarisierung und nukleare Abrüstung in der ostasiatischen Region sowie die unabhängige und friedliche Wiedervereinigung Koreas.
In wenigen Tagen jährt sich der 1. September, der Tag des faschistischen Überfalls auf Polen und damit der Beginn des zweiten Weltkrieges, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Völker zogen nach der militärischen Zerschlagung des deutschen Faschismus 1945 daraus die Lehre, die für uns bis heute Verpflichtung ist: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Erklärung des Netzwerks der Lagergemeinschaften : „Dem Rechtsruck entgegentreten“ aus Anlass der Bundestagswahl am 24. September 2017

31. August 2017

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Mit überaus großer Besorgnis nehmen wir, die Vertreter der von den ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager gegründeten Interessenverbände, den weltweiten Rechtsruck und die Erfolge der Rechtspopulisten in Europa und Deutschland zur Kenntnis.

Vor dem Hintergrund des ungebremsten globalen Kapitalismus haben sich Armut und soziale Ungerechtigkeit sowie die damit einhergehenden gesellschaftlichen Konflikte in den letzten Jahren erheblich verschärft. Armut, anhaltende Kriege und religiös begründete Radikalisierung führen weltweit zu instabilen Verhältnissen und großen Flüchtlingsbewegungen.

Eine allgemeine Verunsicherung äußert sich momentan europaweit in dem Wieder-aufleben nationalistischer und völkischer Ideologien, die sich nicht nur gegen alles vermeintlich Fremde und Andersartige und ein geeintes Europa richten, sondern auch gegen die über Jahrzehnte erkämpften Errungenschaften der demokratischen Zivilgesellschaft. Diese Werte und Errungenschaften, Offenheit und Akzeptanz, Solidarität und Mitbestimmung, Emanzipation und Schutz von Minderheiten, nicht zuletzt die Freiheit der Presse und von Wissenschaft, Kunst und Kultur, gilt es mit allen Kräften zu verteidigen und den reaktionären Tendenzen entgegenzutreten.

In einigen Ländern Europas sind Rechtspopulisten schon an der Regierung, in anderen konnte dies nur durch den Zusammenschluss aller demokratischen, antifaschistischen Kräfte verhindert werden. Besonders unerträglich für uns ist der Erfolg der AfD in Deutschland, die mit Islam- und Fremdenfeindlichkeit sowie weiteren rechten Positionen ein bedrohlich großes Wählerpotential erreichen kann. Ihre Vertreter bezeichnen die Gedenkkultur an die nationalsozialistischen Verbre-chen als Zeichen der Schande und fordern ein Ende der „politischen Korrektheit“.

Dies geschieht in einer Zeit, in der nur noch wenige Überlebende der Konzen-trationslager aus eigenem Erleiden Auskunft über die Verbrechen des Nationalsozialismus geben können. Im „Vermächtnis der Überlebenden“ erklärten 2009 die Vertreter von zehn internationalen Häftlingsverbänden:

(…) Aber auch Europa hat seine Aufgabe: Anstatt unsere Ideale für Demokratie, Frieden, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte durchzusetzen, wird Geschichte nicht selten benutzt, um zwischen Menschen, Gruppen und Völkern Zwietracht zu säen. (…) Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen.“

Wir, die wir dieses Vermächtnis fortführen, wenden uns deutlich gegen jegliche Form rechter, menschen- und demokratiefeindlicher Ideologien und Tendenzen und stellen uns dieser wachsenden Bedrohung, gemeinsam mit allen demokratisch Gesinnten, nach Kräften entgegen.

Nach dem sich abzeichnenden Ende der Zeitzeugenschaft kommt den KZ-Gedenkstätten und den Gedenkstätten und Museen zum NS-Terror eine noch größere Bedeutung in der Vermittlung der Geschichte zu. Daher fordern wir von der  Bundesregierung und den Landesregierungen eine intensivere Förderung dieser Gedenkstätten und Museen. Ebenso fordern wir alle Vertreter der demokratischen Parteien auf, dies zu unterstützen und sich für eine bessere Ausstattung der Gedenkstätten einzusetzen, insbesondere im Bereich der pädagogischen Arbeit. Junge Menschen müssen die Möglichkeit erhalten, sich qualifiziert und differenziert mit diesem Teil der Geschichte zu beschäftigen, um sich kritisch mit den Inhalten des Rechtspopulismus auseinandersetzen zu können.

Unterzeichnende Verbände:
▪ Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V.
▪ Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
▪ Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V.
▪ Deutsches Mauthausenkomitee Ost e.V.
▪ Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.
▪ Lagergemeinschaft Ravensbrück / Freundeskreis e.V.
▪ Lagerarbeitsgemeinschaft KZ Sachsenburg e.V.
▪ Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
▪ Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.

Unterstützer:
▪ Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen
und Antifaschisten (VVN -BdA) e.V.

Gedenkstein des Widerstandskämpfers Rudolf Mokry in Rostock geschändet

24. Juli 2017

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Am 20.07.2017 erreichte den Vorstand der VVN-BdA Rostock die Nachricht, dass der Gedenkstein für Rudolf Mokry im Barnstorfer Wald geschändet wurde. Offenbar hat das Städtische Grünamt umgehend die beschriftete Seite des Gedenksteins reinigen lassen, doch sind die Spuren der Freveltat noch deutlich sichtbar. So erwarten wir von der Stadtverwaltung, dass für diesen echten Rostocker Helden nach 42 Jahren der Stein nun vollständig gereinigt und die Inschrift erneuert wird. Das muss die Antwort auf die Schandtat sein.

Rudolf Mokry wurde 24. April 1905 als Sohn eines Schmieds und einer Köchin geboren und besuchte die Knabenschule am Alten Markt. Bereits mit 8 Jahren wurde er Mitglied des Arbeiterturnvereins und wechselte mit 14 Jahren zum Athletenverein in die Sparte Ringen.

Seine Ausbildung zum Schmied schloss er mit 16 Jahren mit sehr guten Leistungen ab, auch wenn er diese Arbeit nicht sehr mochte. Dem Aufbau des Arbeitersportstadions (Volksstadion) von 1923 bis 1927 widmete er seine ganze Freizeit.

Danach war er infolge von Arbeitslosigkeit gezwungen, Rostock zu verlassen und fand eine Stelle als Schlosser in Hamburg. In Hamburg-Neuhof wurde er, geschätzt und beliebt, Vorsitzender des Arbeiter-Sportvereins “Fichte“.

1930 trat er der KPD bei, der er allerdings nur zwei Jahre angehörte, da er ihre Haltung zur SPD nicht nachvollziehen konnte, doch blieb er seiner kommunistischen Überzeugung treu. 1933 wurde er das erste Mal verhaftet, trotzdem baute er 1935 eine Hamburger antifaschistische Jugendgruppe auf, die sich “Revolutionärer Jugendverband“ nannte.

Kurt van der Walde schrieb 1991 darüber: … Er hat völlig neu begonnen mit der antifaschistischen Jugendarbeit, indem er nicht mehr erwartet hat, dass Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten, Kommunisten werden. Es waren in unserer Gruppe viele Nichtkommunisten, junge Sozialdemokraten, auch junge Juden wie ich selbst… Kurt ,10 Jahre jünger als Rudi, konnte 1938 nach England ausreisen und kehrte nach dem Krieg nach Hamburg zurück. Er wurde Gymnasiallehrer für Englisch und Geschichte. Bis zu seinem Tod 2003 wirkte er aktiv in der VVN-BdA Hamburg.

Rudolf Mokry wurde 1936 verhaftet und verurteilt und kam bis zu seinem Tod nicht mehr frei. In Hamburg erinnert eine Straße in Wilhelmsburg an ihn, ein Stolperstein vor dem Haus “Im Otterhaken 5“ und eine Gedenktafel am Ortsamt Wilhelmsburg.

2014 wurde anlässlich des 70. Jahrestags der Ermordung einer Gruppe von 27 Häftlingen des KZ Sachsenhausen, zu denen Mokry gehörte, es zählten auch drei Franzosen dazu, in der Gedenkstätte Sachsenhausen das Denkmal “Klang der Erinnerung“ eingeweiht, das sich aus 27 Edelstahlstreifen verschiedener Breite und Länge zusammensetzt, die das erreichte Alter und die Dauer der Inhaftierung der Widerstandskämpfer darstellen. Auf jedem Stahlstreifen stehen der Name und das Geburtsdatum des Ermordeten.

Aus den Reden der Töchter der drei ermordeten kommunistischen Résistance-Kämpfer wurde deutlich, dass in Frankreich der Beitrag der Kommunisten für die Beseitigung der faschistischen Unterdrückung in ihrem Land weit mehr gewürdigt wird als in Deutschland, wo die KPD 1956 ganz im Gegensatz zu faschistischen Parteien sogar verboten wurde. An der Einweihung des Denkmals in Sachsenhausen nahm damals auch eine Gruppe von 17 VVN-BdA Mitgliedern aus Rostock teil.

Untergetaucht

geschrieben von Axel Holz

21. Juli 2017

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Eine junge Frau aus einer jüdischen Familie überlebt im Nazi-Berlin und erlebt Verrat und unterschiedlich motivierte Hilfe

Kurz vor ihrem Tod erzählt Marie Jalowitcz Simon ihrem Sohn ihre Lebensgeschichte auf 77 Tonbänder. Die Professorin für antike Literatur und Kulturgeschichte an der Berliner Humboldt-Universität hatte nach der Befreiung Berlins, die sie sehnsüchtig erwartete, nie über ihre Zeit als Untergetauchte und rassisch Verfolgte gesprochen. Sie war einer von über 5.000 Menschen, die in Berlin vor der Deportation flohen, von den Nazis auf Grund ihrer jüdischen Herkunft in die Illegalität getrieben wurde und von denen nur etwa 1.600 Menschen überlebten.

Marie Jalowicz Simon berichtet darüber, was es bedeutet, sich Tag für Tag durch das faschistische Berlin  durchzuschlagen. Dazu braucht die junge Frau, deren Eltern bereits gestorben sind,  sichere Verstecke, Papiere, Lebensmittel und Menschen, die ihr helfen. Mehr als einhundert Menschen tragen dazu bei, an neunzehn verschiedenen Orten vor der Verfolgung durch die Nazis Unterschlupf zu finden. Ihr Überlebenswillen, ihr Mut und ihre Schlagfertigkeit helfen der Verfolgten zu überleben. Vielfach kann sie einer Verhaftung nur knapp entkommen – durch Zufall und einen siebten Sinn für drohende Gefahr. So flieht sie nach monatelanger Zwangsarbeit bei Siemens 1942  in letzter Minute im Unterrock aus ihrer Wohnung an den Gestapo-Häschern vorbei. Ein wildfremder Arbeiter hilft ihr an der Ecke mit einer Windjacke aus. Sie erzählt im Buch von Leiden und Langeweile, von ständiger Angst, von sexuellen Übergriffen auf die Schutzlose und auch über die erstaunliche Hilfsbereitschaft vieler Menschen. So nutzt sie die Identität und Lebensmittekarte von Johanna Koch, die ihr hilft und sie doch armselig, abhängig und leidend sehen möchte. Marie Jalowitcz spielt die alleinstehende Schwester oder Haushalthilfe und wird hier geliebt, dort geduldet und woanders als Halbjüdin beschimpft. Die Motive der Helfer sind sehr unterschiedlich. Nicht wenige nutzen ihre schwierige Lage aus. Ein Rechtsanwalt, der ihr zu Papieren verhilft, verlangt Sex von ihr, ein anderer Helfer bedrängt sie. Aber sie erfährt auch Solidarität und Zuwendung. Sie versucht, mit einem bulgarischen Freund in die Türkei zu fliehen und erhält falsche Papiere vom deutschen Dienststellenleiter für die Fremdarbeiter in Deutschland  Hans Goll in Sofia, um nach dem Scheitern der Flucht unerkannt zurückzukehren. Sie erhält die Gnadenpension für ihren verstorbene Vater durch den Kammergerichtspräsidenten  Heinrich Hölscher aus Hilfsbereitschaft zugebilligt, lebt mit der Artistin Camilla Fiochi zusammen und in der Beziehung mit einem holländischen Zwangsarbeiter.  Sie wird von der Kommunistin Trude Neuke aufgenommen, die wochenlang nach neuen Fluchtorten sucht und findet Unterschlupf bei der kommunistischen Portiersfrau Krause.

Sie trifft viele, die sie nicht denunzieren und andere, die ihr helfen, aber weder Nazigegner noch Antifaschisten sind. Sie trifft auf ihrer Flucht auf eine zwiespältige Mischung aus Gleichgültigkeit und gelegentlicher Hilfsbereitschaft, aus humanem Verhalten und rassistischen Einstellungen. Das zeigt auch, dass unser Bild von dieser Zeit oft zu holzschnittartig ist und die Realität in Wirklichkeit komplizierter ist. Als kluge und gebildete Frau wird die Protagonistin gezwungen, um des Überleben Willens zu einer routinierten Lügnerin und Taktikerin zu werden. Sie checkt die Personen und Situationen in ihrer Umgebung gewissenhaft, geht Abschieden aus dem Weg und meidet Menschaufläufe. Ihr Sohn stellt fest, dass sie aus dieser Rolle noch Jahrzehnte nach dem Krieg nicht herauskommt und von mehreren Zusammenbrüchen heimgesucht wird.

In einem Brief an einen Schulfreund gibt Marie Jalowitcz 1946 eine Antwort auf die Frage, wie es eigentlich zur Judenverfolgung kommen konnte.  Das, was passiert ist, sei immer und überall möglich, wenn man an die niedrigsten Instinkte des Pöbels appelliere, heißt es in dem Brief. Die biographische Verarbeitung der Erlebnisse von Marie Jalowicz ist spannend und zugleich authentisch. Sie macht die jahrelange Flucht der in Berlin Untergetauchten für den Leser ein wenig begreiflich. Die Autorin schildert die Kunst zu Überleben, mit der auch heute tausende Flüchtlinge immer wieder von neuem konfrontiert werden.

Das Buch „Untergetaucht“ wird mit einem Nachwort des Sohnes von Marie Jalowicz abgeschlossen, dem Historiker und Direktor der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Darin würdigt der Philosoph Gerd Irrlitz in seinem Nachruf den kritischen Blick von Marie Jalowitzc, der ihr auch in der Nazi-Zeit zu überleben half. Für sie selbst war ihr Überleben Zufall. 1993 schrieb sie in einem Vortrag: „Wäre das beherzte Überleben Einzelner Segen oder Fluch, wenn es auf Vorhersehung und Lenkung beruhte, angesichts der Ermordung von einer Million Kindern?“

Der alte Auschwitz-Täter

13. Juli 2017

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Winterjagd: Ein Film über die Nachwirkung faschistischer Verbrechen

Einen Konflikt zur Nazivergangenheit über drei Generationen hinweg hat ein Psychothriller der ZDF-Nachwuchsredaktion »Das kleine Fernsehspiel« zum Gegenstand. Er wurde mit großer Resonanz Anfang Mai auf dem Schweriner Filmfest gezeigt und wird voraussichtlich im Herbst 2017 im ZDF zu sehen sein. Nach dem Drehbuch von Daniel Blickermann und Astrid Schult führte die Autorin Astrid Schult selbst Regie, die bereits durch ihren engagierten Film »Colonia Dignidad« über einen chilenischen Ort des Schreckens bekannt wurde.

Der Film kommt mit vier Schauspielern aus, darunter Carolyn Genskow sowie Michael und Elisabeth Degen. Die 25-jährige Lena (Carolyn Genskow) verschafft sich Zutritt zu dem einsam gelegenen Haus des über 90-jährigen Unternehmers Anselm Rossberg (Michael Degen). Rossberg ist ein angesehener Unternehmer der Schwerindustrie, die sich nach dem Krieg nicht nur seiner Auschwitztäterschaft entledigen konnte, sondern auch als Industrieller in Spitzengremien Karriere machen konnte. Anselms Tochter (Elisabeth Degen) leugnet nach dem Eindringen von Lena in das einsame Schloss des 90-Jährigen die Anwesenheit ihres Vaters, dessen Auschwitz-Vergangenheit gerade durch die Medien geht, und versucht, die junge Frau abzuwimmeln. In typischer Weise wurde der 90-Jährige gerade in einem Prozess von jeglicher Schuld freigesprochen. Das ist der Grund, warum Lena, die Enkelin einer Auschwitzüberlebenden, Rossberg zur Rechenschaft ziehen will.

Michael Degen und Carolyn Genzkow

Als Lena dann Rossberg im Haus findet, mit einer Waffe bedroht und eine schreckliche Anklage erhebt, stehen alle drei vor einer schwierigen moralischen Entscheidung. Denn im erzwungenen Gespräch mit dem Auschwitztäter zeigt sich nicht nur, dass sich dieser keiner Schuld bewusst ist und jegliche Verantwortung ablehnt, sondern auch, dass sich das Leid der Opfer über die nachfolgenden Generationen fortsetzt. Während Lenas Großmutter über den Freispruch des Täters Rossberg verbittert stirbt, hat sich deren Sohn in der Folge der KZ-Erlebnisse seiner Mutter bereits vor Jahren das Leben genommen.

Für den Zuschauer stellt sich die Frage, ob die Enkelin nach ihren Schießübungen im Wald Rache nehmen will, die Wahrheit erfahren möchte oder ein Schuldgeständnis des Täters erzwingen will. Diese Konstellation erinnert sehr an Jurek Beckers »Bronsteins Kinder«, der als Kind die KZ Ravensbrück und Sachsenhausen überlebt hatte und im Buch selbst Hand an die Täter anlegt.

Der Regisseurin gelingt es überzeugend, die Spannung zwischen den Akteuren zu erhalten und die Motive der Beteiligten schrittweise herauszuarbeiten. Lange bleibt im Dunkeln, ob Anselm Rossberg tatsächlich Täter ist, ob Anselms Tochter ihren Vater im Wissen um dessen Verbrechen schützt oder selbst von dessen Unschuld überzeugt ist, ob Lena gegen die ungerechte Nazi-Rehabilitation revoltiert oder ob noch mehr dahinter steckt. Davon kann sich der Zuschauer im Film persönlich ein Bild machen. Besonders beindruckend ist, wie das Vater-Tochter-Verhältnis im Film durch Michael Degen und dessen Tochter Elisabeth Degen dargestellt werden. Die grausame persönliche Verstrickung dreier Generationen in Schuld und Last, die bis heute fortwirkt, macht den Film besonders wertvoll. Die Lebenssituation und Abhängigkeitsverhältnisse dreier Genrationen von Tätern und Opfern werden idealtypisch von einer jungen Nachwuchsregisseurin zu einer spannenden Geschichte verwoben. Das ist ein interessanter Ansatz, um mit einer persönlichen Erzählung junge Leute zu den Verbrechen des deutschen Faschismus anzusprechen, die von diesem Geschehen mittlerweile Generationen entfernt sind. Der Film ist ein gelungenes künstlerisches Werk, um die moralischen Dimensionen von Schuld und Verantwortung über die faschistischen Verbrechen und den notwendigen Umgang damit auf moderne Weise zu vermitteln.

Er hat für das Schweriner Filmfest aber noch eine besondere Bedeutung, denn parallel zur Filmpräsentation stockt in Neubrandenburg seit Monaten ein Prozess gegen einen Auschwitz-Täter, der wie im Film angeblich nur ein Schreibtischtäter war. Es bleibt zu hoffen, dass die Wende in der juristischen Bewertung der persönlichen Schuld von Nazi-Tätern, wie sie nach dem Demjanjuk-Prozess eingesetzt hat, auch in Neubrandenburg ankommen wird.

Ausstellungseröffnung zum Tag des offenen Landtages

26. Juni 2017

Zum Tag des offenen Landtages am 18. Juni 2017 wurde die gemeinsame Wanderausstellung der VVN-BdA und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand  „Deutschland muss leben, deshalb muss Hitler fallen“ im Rahmen einer Wanderausstellung zum zehnten Mal Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Zehntausende waren zum Tag des offenen Landtages in das Schloss gekommen und viele davon hatten auch die Ausstellung gesehen. Die Ausstellung eröffnete der Vorsitzende der VVN-BdA Axel Holz. Mit dabei waren  in einer Podiumsdiskussion zur Ausstellung die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Simone Oldenburg und der Koordiantor der Ausstellung Gerhard Fischer, der schon durch seine Ausstellung „Landwirte im Widerstand“ vielen Interessierten bekannt ist. Im Podium sprachen auch zwei Zeitzeugen und ehemalige Mitglieder des Nationalkommitees Freies Deutschland – Anton Steinhübel aus der Nähe von Schwerin und Dr. Schult aus Wismar. Neben dieser Organisation aus gefangenen deutschen Soldaten, Offizieren und Generälen wurden auch andere Bewegungen gegen Hitler in Griechenland, Mexiko, Frankreich, den USA, Großbritannien, Schweden und der Schweiz vorgestellt.

Ehrung für Liselotte Herrmann in Güstrow

geschrieben von Axel Holz

26. Juni 2017

Am 21. Juni ehrten Güstrower Bürger die am 20. Juni 1938 hingerichtete junge Mutter, Antifaschistin und Kommunistin Liselotte Herrmann. Die Ehrung fand, wie bereits in den Vorjahren,  am Ehrenmal für Liselotte Herrmann an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow statt. Die Teilnehmer kritisierten den desolaten Zustand des Denkmals und forderten Innenminister Lorenz Caffier dazu brieflich auf , darauf Einfluss zu nehmen, dass der unwürdige Zustand behoben wird.

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